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Koagulationsnekrose

Englisch: coagulation necrosis

1 Definition

Die Koagulationsnekrose ist die am häufigsten auftretende Nekroseform und umfasst auf Zellebene charakteristischerweise eine Zellschwellung mit Eosinophilie, die Denaturierung zytoplasmatischer Proteine und die Zersetzung der Zellorganellen.

2 Morphologie

Die Koagulationsnekrose zeichnet sich zunächst durch eine schattenhafte Erhaltung des Umrisses der abgestorbenen Zelle oder des abgestorbenen Gewebes aus. Für einige Tage nach dem Beginn der nekrotischen Veränderungen besteht eine sogenannte Reststabilität.

Zurückzuführen ist diese Reststabilität des nekrotischen Gewebes auf die Denaturierung der Proteine durch Ansäuerung. Dabei ist zu beachten, dass nicht nur Strukturproteine, sondern auch die Enzyme der betroffenen Zelle(n) denaturiert und somit funktionsunfähig werden.

Daher kommt es nicht zu einer Autolyse durch zelleigene Enzyme. Vielmehr können - wie beispielsweise beim Herzinfarkt zu beobachten - kernlos verbliebene Zellen für Wochen im Gewebe ausharren, bevor sie durch einwandernde Leukozyten fragmentiert und phagozytiert werden.

Die Zellkerne der betroffenen Zellen durchlaufen Veränderungen, die binnen 1-2 Tagen zur Auflösung des Kerns führen (Kernpyknose, Karyorrhexis und Karyolyse).

Die Koagulationsnekrose ist für Zelltod und Gewebsnekrose nach Hypoxie die typische Form und tritt bei allen Geweben ausser dem Gehirn auf.

Sonderformen der Koagulationsnekrose sind die bei der Tuberkulose auftretende käsige Nekrose und die Gangrän.

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Fachgebiete: Pathologie

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