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Kinetoplastida

(Weitergeleitet von Kinetoplastea)

von griechisch: kinein - bewegen; plastos - geformt

1 Definition

Als Kinetoplastida oder Kinetoplastea bezeichnet man eine Klasse der Euglenozoa, deren Vertreter v.a. als Parasiten beim Menschen und bei Säugetieren von großer Bedeutung sind.

2 Taxonomie

3 Erreger

Vertreter des Unterstammes Kinetoplastida sind Flagellaten, die in bestimmten Entwicklungsstadien eine Geißel (Familie Trypanosomatidae: Gattungen Trypanosoma, Leishmania) oder mindestens zwei Geißeln (Familie Bodonidae: Gattungen Ichthyobodo, Cryptobia, Trypanoplasma) haben.

Das gemeinsame Merkmal der Kinetoplastida ist der Kinetoplast, eine mikroskopisch sichtbare DNA-Struktur des Mitochondriums.

4 Erkrankungen

Von den Kinetoplastida haben v.a. die Trypanosomatidae mit den Gattungen Trypanosoma und Leishmania eine herausragende Bedeutung.

Trypanosoma-Arten verursachen in Afrika die Nagana der Haussäugetiere und die Schlafkrankheit der Menschen. Leishmania-Infektionen kommen bei Tieren und Menschen in warmen Klimazonen häufig vor. In Europa hat v.a. die Leishmaniose des Hundes veterinärmedizinische Bedeutung.

5 Literatur

  • Eckert, Johannes, Friedhoff, Karl Theodor, Zahner, Horst, Deplazes, Peter. Lehrbuch der Parasitologie für die Tiermedizin. 2., vollständig überarbeitete Auflage. Enke-Verlag, 2008.

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