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Intravenöse Regionalanästhesie

Synonyme: IVRA
Englisch: intravenous regional anesthesia, IRVA

1 Definition

Die intravenöse Regionalanästhesie ist eine Form der Lokalanästhesie, bei der das Lokalanästhetikum über eine gestaute Vene verabreicht wird.

2 Vorgehen

Zunächst wird eine elastische Binde an den Fingern beginnend fest um den Arm bis zum Oberarm gewickelt. Nachdem die Venen durch das Auswickeln blutleer geworden sind, wird eine Blutdruckmanschette oder ein Tourniquet am Oberarm angelegt, um den weiteren venösen Abfluß sowie den arteriellen Zufluss zu unterbinden (Blutleere). Danach wird das Lokalanästhetikum in eine Arm- oder Handvene eingespritzt. Die Anästhesie setzt etwa 5-10 Minuten später ein und hält bis zu mehreren Stunden an. Nachdem die Operation beendet ist, wird die Manschette wieder entfernt.

Es ist stets auf eine fachgerechte Stauung des lokalanästhetisch behandelten Gebietes zu achten, da der Übertritt wirksamer Mengen von Lokalanästhetika in den systemischen Kreislauf auf jeden Fall verhindert werden muss.

3 Indikationen

Die intravenöse Regionalanästhesie wird vor allem für ambulante operative Eingriffe im Bereich der Extremitäten eingesetzt.

4 Vorteile

Durch die intravenöse Applikation können Lokalanästhetika zur Betäubung größerer Gewebsbezirke angewendet werden.

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