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Holmgren-Zeichen

nach Bengt Holmgren, schwedischer Radiologe
Englisch: Holmgren sign

1 Definition

Das Holmgren-Zeichen ist ein radiologisches Zeichen, welches in der Röntgenaufnahme des Kniegelenks auf eine intraartikuläre knöcherne Verletzung und den damit einhergehenden Austritt von fetthaltigem Knochenmark hinweist.

2 Ätiologie und Morphologie

In der Seitaufnahme des Kniegelenks im Liegen ist beim Vorliegen eines größeren Gelenkergusses dieser im Recessus suprapatellaris als raumfordernde Verschattung sichtbar. Diese verlagert die Sehne des Musculus quadriceps femoris und in ausgeprägteren Fällen auch die Patella vom Gelenk weg.

Im Rahmen von knöchernen Läsionen z.B. bei Tibiakopffraktur, distaler Femurfraktur oder Avulsionsfrakturen mit intraartikulärer Beteiligung kann nun fetthaltiges Knochenmark in das Gelenk austreten und sich mit dem oft hämorrhagischen Erguss vermischen. Da Fett leichter ist als Wasser und weniger röntgendicht ist, bildet sich im Gelenkerguss ein Spiegel, welcher in der Seitaufnahme als aufgelagerte, horizontal begrenzte Aufhellung sichtbar ist. Das Vorliegen dieses Spiegels bezeichnet man als positives Holmgren-Zeichen.[1]

3 Quellen

  1. Holmgren et al. Flüssiges Fett im Kniegelenk Nach Trauma, Acta Radiologica, 1942

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