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HTL-Virus

Synonyme: HTLV, Human T-cell leukemia virus, Humanes T-lymphotropes Virus, fälschlich auch HTLV-Virus
Englisch: human T-cell lymphoma virus, human T-cell lymphotropic virus

1 Definition

HTL-Viren sind zur Gruppe der Retroviridae gehörende RNA-Viren, die T-Lymphozyten des Menschen als Wirtszellen benutzen.

2 Infektionsweg

HTL-Viren werden über den Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen und sind in bestimmten Regionen Japans endemisch, wo über 30 % der Bevölkerung Antikörper gegen bestimmte Virustypen aufweisen.

3 Vermehrung

Wie andere Retroviren auch integriert das HTL-Virus seine Nukleinsäure nach Transkription in DNA in das Genom der T-Zellen und kann auf diese Weise die Regulation des Zellzyklus so beeinflussen, dass der befallene Lymphozyt unkontrolliert proliferiert. Auf diese Weise kann das HTLV eine Leukämie induzieren; man zählt es deswegen zur funktionellen Gruppe der Onkoviren.

4 Einteilung

Man unterscheidet mehrere HTL-Viren, die verschiedene Erkrankungen verursachen können:

  • HTLV-1: Das Typ-1-HTLV wurde zuerst aus T-Zell-Lymphomen isoliert, an deren Entstehung es wohl maßgeblich beteiligt ist.
  • HTLV-2: Das HTLV Typ 2 kann eine Haarzell-Leukämie verursachen.
  • HTLV-3: Das Typ-3-HTLV ist 2005 in Kamerum isoliert und beschrieben worden. Unter Umständen kann es ebenfalls bei der Entstehung von malignen Erkrankungen beteiligt sein.
  • HTLV-4

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Fachgebiete: Virologie

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