Bitte logge Dich ein, um diesen Artikel zu bearbeiten.
Bearbeiten

Globocephalose (Schwein)

Synonym: Globocephalus-urosubulatus-Infektion des Schweines

1 Definition

Die Globocephalose des Schweines ist eine durch Nematoden verursachte Erkrankung beim Schwein.

2 Erreger

Die Globocephalose wird durch Globocephalus urosubulatus (Hakenwurm der Schweine) verursacht. Die Adulten haben ein nach dorsal gekrümmtes Vorderende und eine große, kugelförmige Mundkapsel mit zwei Zähnen. Die Männchen sind 4,5 bis 5,5 mm groß, die Weibchen 5 bis 7,5 mm.

Die Eier sind vom MDS-Typ, dünnschalig, oval geformt und 67 - 73 x 35 - 40 µm groß. Im frischen Kot enthalten diese 4 bis 8 dunkle Furchungskugeln.

3 Vorkommen

Globocephalus urosubulatus kommt in Mitteleuropa bei Wildschweinen häufig, beim Hausschwein hingegen nur selten vor.

4 Entwicklung

Globocephalus-Arten folgen einem homoxenen Lebenszyklus.

5 Pathogenese

Eine Infektion mit den Drittlarven (L3) erfolgt entweder per os oder perkutan. Die Präpatenz beträgt 26 bis 36 Tage.

6 Klinik

Da sich die Würmer mit ihrer Mundkapsel im Schleimhautgewebe des Dünndarmes festsaugen, können sie bei starkem Befall zu einer hämorrhagischen Entzündung der Schleimhaut führen. Befallene Tiere reagieren meist mit Verdauungsstörungen.

7 Diagnose

Der Erregernachweis erfolgt mittels Kotuntersuchung. Damit Globocephalus-Eier von den Eiern von Oesophagostomum und Hyostrongylus unterschieden werden können, muss eine Kotkultur angelegt werden. Im Anschluss können die Drittlarven differenziert werden, wobei Globocephalus urosubulatus einen zweigeteilten Ösophagus zeigt.

8 Therapie

Die Globocephalose kann mit Febantel (60 ppm im Futter an 5 Tagen), Flubendazol (150 ppm im Futter an 10 Tagen), Fenbendazol (30 mg/kgKG p.o.), Levamisol (7,5 mg/kgKG p.o.) oder Ivermectin (0,3 mg/kgKG s.c.) behandelt werden.

Hinweis: Diese Dosierungsangaben können Fehler enthalten. Ausschlaggebend ist die Dosierungsempfehlung in der Herstellerinformation.

9 Literatur

  • Boch, Josef, Supperer, Rudolf. Veterinärmedizinische Parasitologie. 6. vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Parey Verlag, 2005

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Artikel wurde erstellt von:

Letzte Autoren des Artikels:

1 Wertungen (4 ø)

6 Aufrufe

Du hast eine Frage zum Flexikon?
Copyright ©2019 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: