Fugl-Meyer Assessment
Definition
Das Fugl-Meyer Assessment, kurz FMA, ist ein Score zur Beurteilung der sensomotorischen Funktionserholung nach einem Schlaganfall.
Hintergrund
Das FMA wurde 1975 von Alex Fugl-Meyer konzipiert, um die Erholung von Patienten mit Hemiparese nach Schlaganfall einheitlich quantifizieren zu können.
Aufbau
Das Assessment ist ein insgesamt 226 Punkte umfassender klinischer Beobachtungsscore, gegliedert in fünf Domänen:
Die motorische Funktion wird anhand von Bewegungsabläufen, Reflexaktivität, Koordination und Geschwindigkeit beurteilt.
Der Score für die obere Extremität umfasst 66 Punkte verteilt auf 33 Einzelfaktoren (Items), während der Score für die untere Extremität 34 Punkte auf 17 Items verteilt enthält. Die einzelnen Items werden jeweils mittels einer dreistufigen Ordinalskala bewertet (0 = kann nicht ausgeführt werden, 1 = kann teilweise ausgeführt werden, 2 = kann ganz ausgeführt werden).
Literatur
- Fugl-Meyer et al. The post-stroke hemiplegic patient. 1. a method for evaluation of physical performance. J Rehabil Med 1975; 7: 13–31.
- Fugl-Meyer Assessment | Institute of Neuroscience and Physiology, University of Gothenburg. 2025; published online June 18, abgerufen am 03.02.2026