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F-Welle

Englisch: F wave

1 Definition

Die F-Welle ist ein Stimulationsphänomen, das im Rahmen der Elektroneurographie auftritt. Die F-Welle repräsentiert die motorische Spätantwort, die nach überschwelliger Reizung eines peripheren Nerven entsteht.

Sie wird dazu verwendet, die Nervenleitgeschwindigkeit im proximalen Abschnitt des Nerven (nahe der Nervenwurzel) zu beurteilen.

2 Physiologie

Nach elektrischer Reizung eines peripheren Nerven wird der Impuls nicht nur orthodrom, sondern auch antidrom, d.h. gegen die Verlaufsrichtung des Nerven weitergeleitet. Im Bereich des Axonursprungs kommt es dadurch zu einer retrograden Erregung einzelner α-Motoneurone, die wieder zum Muskel zurückgeleitet wird. Diese kleine "Rückschlagwelle" nennt man F-Welle. Sie markiert die zweite Spannungsänderung nach der M-Welle, die der Stimulation des Nerven folgt. Mit einer Amplitude von etwa 50 - 200 uV ist sie deutllch kleiner als die M-Welle.

Weil sie erst antidrom, danach orthodrom verläuft, tritt die F-Welle mit einer gewissen Latenz nach dem ersten Aktionspotential auf. Sie wird als F-Wellen-Latenz bezeichnet. Die F-Wellen-Latenz beträgt etwa

3 Klinische Bedeutung

Durch die Messung der F-Welle ist man in der Lage, Schädigungen an peripheren Nerven schon deutlich früher zu registrieren. Der Grund dafür ist, dass die F-Welle - im Gegensatz zur konventionellen Untersuchung der Nervenleitgeschwindiigkeit - die Beurteilung des Nerven über seine gesamte Länge erlaubt.

Fachgebiete: Neurologie

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