M-Welle
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LoslegenSynonym: M-Antwort
Englisch: M-wave
Definition
Die M-Welle ist die elektrische Antwort eines Muskels auf die Reizung seines motorischen Nerven. Sie wird in der Elektroneurographie abgeleitet.
Physiologie
Die M-Welle entsteht durch einen orthodromen, d.h. in Verlaufsrichtung des Nerven weitergeleiteten Impuls. Sie repräsentiert die motorische Sofortantwort, die nach überschwelliger Reizung eines peripheren Nerven durch Erregung der Aα-Fasern entsteht und entspricht dem Muskelsummenaktionspotential (MSAP). Für die Auswertung der Amplitude ist eine supramaximale Reizung erforderlich.
Anhand der M-Welle werden u.a. die distal-motorische Latenz, die Amplitude und – durch Reizung an mindestens zwei Punkten – die motorische Nervenleitgeschwindigkeit des untersuchten Nervenabschnitts bestimmt. Proximale Abschnitte sind über die Spätantworten (F-Welle, Hoffmann-Reflex) beurteilbar.
Bedeutung
Verlängerte distale motorische Latenzen sprechen für eine Leitungsverzögerung, z.B. durch demyelinisierende Neuropathien. Eine abnehmende Amplitude oder Flächenreduktion der M-Welle weist auf einen Verlust funktionstüchtiger motorischer Axone hin und ist typisch für axonale Läsionen.[1][2] Ein Leitungsblock zeigt sich meist als deutlicher Amplituden- oder Flächenabfall zwischen proximaler und distaler Reizung. Er spricht für eine fokale Demyelinisierung. Zusätzlich können Formveränderungen der Antwort, insbesondere eine zeitliche Dispersion, auf eine Demyelinisierung hinweisen.[3][1]
Quellen
- ↑ 1,0 1,1 Electrodiagnostic Evaluation of Peripheral Neuropathy, StatPearls, 2023, abgerufen am 26.10.2026
- ↑ Reporting the Results of Nerve Conduction Studies and Electromyography, AANEM, 2026, abgerufen am 26.10.2026
- ↑ Practice parameter for electrodiagnostic studies in ulnar neuropathy at the elbow, AANEM, 2026, abgerufen am 26.10.2026