Bitte logge Dich ein, um diesen Artikel zu bearbeiten.
Bearbeiten

Extrachromosomale Vererbung

Synonym: zytoplasmatische Vererbung
Englisch: extranuclear inheritance, cytoplasmic inheritance

1 Definition

Als extrachromosomale Vererbung bezeichnet man die Weitergabe von Erbinformationen, die sich auf DNA-Abschnitten außerhalb des Zellkerns befinden.

2 Hintergrund

Einige Zellorganellen (z.B. Mitochondrien) verfügen über eigenes Erbgut und reproduzieren sich weitgehend eigenständig.

Die im Zytoplasma eingebundenen Zellorganellen werden aufgrund des Größenunterschieds der Keimzellen nur über die Eizelle weitergeben. Das Spermium trägt zur Zygote nur seinen haploiden Chromosomensatz bei, keine Organellen. Damit gehorcht die extrachromosomale Vererbung nicht den Mendelschen Regeln, sondern folgt der maternalen Linie.

siehe auch: mitochondriale Vererbung

3 Klinik

Die extrachromosomale Vererbung ist bei einigen seltenen Erbkrankheiten, den Mitochondriopathien, relevant.

Fachgebiete: Genetik

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Letzte Autoren des Artikels:

6 Wertungen (4.17 ø)

22.472 Aufrufe

Du hast eine Frage zum Flexikon?
Copyright ©2019 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: