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Epitheloidzelle

Englisch: epithelioid cell

1 Definition

Epitheloidzellen sind spezialisierte Bindegewebszellen, die ein epithelähnliches Aussehen haben. Sie sind Teil des mononukleär-phagozytären Systems (MPS) und entstehen unter dem Einfluss von Zytokinen aus Makrophagen bzw. Histiozyten.

2 Morphologie

Epitheloidzellen stellen sich als große, zytoplasmareiche Zellen mit einem blassen, meist runden bis ovalen Zellkern dar. Ihr Durchmesser liegt zwischen 20 und 40 µm. In ihrem unscharf begrenzten Zytoplasma sieht man unter dem Elektronenmikroskop zahlreiche Vesikel.

3 Aufgaben

Epitheloidzellen bilden in Granulomen epithelähnliche Verbände (Epitheloidzellgranulom) von mosaikartigem Aussehen. Sie erfüllen im Rahmen des Immunsystems spezielle Aufgaben, wobei ihre genaue Funktion noch weitgehend unbekannt ist. Unter anderem sezernieren sie verschiedene Enzyme (z.B. Proteasen, Kollagenasen und Elastasen) und bakterizide Substanzen. Sie sollen auch bei der Antigenpräsentation mitwirken. Ihre Fähigkeit zur Phagozytose wird kontrovers diskutiert.

Fachgebiete: Pathologie

@1 Ja genau. Epitheloidzellen entwickeln sich im Rahmen einer granulomatösen Entzündung unter dem Einfluss von T-Zellen aus Histiozyten (Gewebsmakrophagen).
#2 am 20.10.2017 von Gerrit Nothnick (Student der Humanmedizin)
Gast
Sind Epitheloidzellen nicht umgewandelte Makrophagen?
#1 am 05.07.2016 von Gast (Student der Humanmedizin)

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