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Embryotransfer

von altgriechisch: ἔμβρυον ("émbryon") - neugeborenes Lamm und lateinisch: transferre - hinübertragen
Synonym: Embryonentransfer
Englisch: embryo transfer, blastocyst transfer (BT)

1 Definition

Unter einem Embryotransfer versteht man eine Technik der Reproduktionsmedizin, bei der Embryonen künstlich in die Gebärmutter eingebracht werden.

2 Hintergrund

Der Embryotransfer ist Teil der In-vitro-Fertilisation. Die außerhalb des Körper befruchtete Eizelle bzw. Blastozyste wird in einem Trägermedium über einen dünnen Schlauch, der durch den Zervixkanal in die Gebärmutter eingeführt wird, in den Uterus eingespült. Das Endometrium wird vorher durch eine Hormonbehandlung auf den Transfer vorbereitet, um die Nidation der Blastozyste zu ermöglichen.

3 Einteilung

3.1 ...nach Anzahl der Embryonen

  • Elective-Single Embryo Transfer (e-SET): Übertragung einer einzelnen, nach morphologisch Kriterien ausgewählten Blastozyste
  • Double Blastocyst Transfer (2BT): Übertragung von 2 Blastozysten

3.2 ...nach Behandlung der Embryonen

  • Fresh Embryo Transfer: Transfer einer "frischen" Blastozytste
  • Frozen Embryo Transfer (FET): Auch Kryotransfer genannt. Verwendung einer zuvor tiefgefrorenen und dann wieder aufgetauten Blastozyste.

4 Rechtslage

Das Handling und die Anzahl der Embryonen, die transferiert werden, ist in Deutschland durch das Embryonenschutzgesetz gesetzlich reglementiert.

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Fachgebiete: Reproduktionsmedizin

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