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Ektoparasitose

Synonym: Ektoparasitenbefall
Englisch: ectoparasitosis

1 Definition

Als Ektoparasitose bezeichnet man einen Befall mit Ektoparasiten beim Mensch und Tier. Die Erkrankung gehört zur Gruppe der Parasitosen.

2 Ätiologie

Ektoparasitosen werden durch speziell an der Körperoberfläche lebende Parasiten ausgelöst. Zur Gruppe dieser Parasiten gehören z.B. Milben (Acari), Flöhe (Siphonaptera), Läuse (Anoplura) oder Zecken (Ixodida).

3 Erkrankung

Viele Vertreter verschiedener Ektoparasiten sind streng wirtspezifisch und verursachen nur beim Hauptwirt entsprechende Symptome (z.B. Notoedres cati). Andere Parasiten wiederum sind nicht an einen speziellen Wirt gebunden und können auch als Zoonoseerreger zwischen Menschen und Tieren wechseln (z.B. Ixodes ricinus).

Einige wenige Parasiten nehmen eine Zwischenstellung ein. Auf der einen Seite sind sie wirtsspezifisch, können aber durch engen Kontakt und bei Abwesenheit des Hauptwirts auch auf einen anderen Wirt (Fehlwirt) übergehen (z.B. Ctenocephalides felis). In den meisten Fällen können sich die Parasiten jedoch nicht auf dem Fehlwirt vermehren, sodass es nur vorübergehend zu Symptomen (z.B. lokale Dermatitis) kommt. Einige wenige Parasiten können aufgrund ihrer Lebensweise sowohl zu den Ekto- als auch zu den Endoparasiten gezählt werden, z.B. Sarcoptes scabiei.

4 Literatur

  • Eckert J, Friedhoff KT, Zahner H, Deplazes P. 2008. Lehrbuch der Parasitologie für die Tiermedizin. 2., vollständig überarbeitete Auflage. Stuttgart: Enke Verlag in MVS Medizinverlage Stuttgart GmbH & Co. KG. ISBN: 978-3-8304-1072-0

Diese Seite wurde zuletzt am 16. Februar 2021 um 19:55 Uhr bearbeitet.

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