Eingangsdosis (Radiologie)
Englisch: entrance surface dose, entrance skin dose
Definition
Die Eingangsdosis ist eine dosimetrische Kenngröße der Projektionsradiographie. Sie beschreibt die Energiedosis, die an der Eintrittsstelle des Röntgenstrahls in die Haut eines Patienten gemessen wird. Die Eingangsdosis dient zur Abschätzung der Strahlenexposition bei konventionellen Röntgenuntersuchungen.
Hintergrund
Bei einer Röntgenaufnahme tritt der Nutzstrahlenkegel zunächst in die Körperoberfläche ein. Ein Teil der Strahlung wird im Gewebe absorbiert, während ein anderer Teil den Körper durchdringt und vom Detektor registriert wird. Die höchste Dosis entsteht in der Regel an der Eintrittsstelle der Strahlung in die Haut. Diese wird als Eingangsdosis bezeichnet.
Während die Eingangsdosis die lokale Hautexposition beschreibt, berücksichtigt das Dosisflächenprodukt zusätzlich die Größe des bestrahlten Strahlenfeldes.
Messung
Die Eingangsdosis kann auf verschiedene Weise bestimmt werden:
- direkte Messung mit Dosimetern an der Hautoberfläche
- indirekte Berechnung aus Geräteeinstellungen und Strahlengeometrie
Bei der Berechnung werden typischerweise berücksichtigt:
- Röhrenspannung
- Röhrenstrom und Belichtungszeit
- Fokus-Detektor-Abstand, Fokus-Objekt-Abstand
- Filterung des Strahlens
Einheit
Die Einheit der Eingangsdosis ist das Gray (Gy), in der klinischen Praxis meist Milligray (mGy).
Bedeutung in der Radiologie
Die Eingangsdosis wird zur Bewertung der Strahlenexposition bei konventionellen Röntgenuntersuchungen verwendet. Sie dient insbesondere:
- zur Qualitätskontrolle von Röntgengeräten
- zur Überprüfung von diagnostischen Referenzwerten
- zur Optimierung von Untersuchungsprotokollen im Sinne des ALARA-Prinzips.