Fokus-Detektor-Abstand
Wir werden ihn in Kürze checken und bearbeiten.
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Englisch: focus-to-detector distance (FDD), source-to-detector distance (SDD)
Definition
Der Fokus-Detektor-Abstand, kurz FDA, bezeichnet den Abstand zwischen dem Brennfleck der Röntgenröhre (Strahlenquelle) und dem Röntgendetektor.
Physikalischer Hintergrund
Die Röntgenstrahlung entsteht im Brennfleck der Anode und breitet sich von dort aus als divergierender Nutzstrahlenkegel aus. Mit zunehmender Entfernung von der Strahlenquelle nimmt die Strahlenintensität entsprechend dem Abstandsquadratgesetz ab:
- – Strahlenintensität
- – Abstand von der Strahlenquelle
Ein größerer Fokus-Detektor-Abstand führt daher zu einer geringeren Strahlenintensität am Detektor.
Zusammenhang mit anderen geometrischen Abständen
Der Fokus-Detektor-Abstand steht in engem Zusammenhang mit zwei weiteren geometrischen Größen der Röntgenbildgebung:
- Fokus-Objekt-Abstand (FOA)
- Objekt-Detektor-Abstand (ODA)
Zwischen diesen Größen gilt:
Einfluss auf Bildvergrößerung
Der Fokus-Detektor-Abstand beeinflusst die Projektionsvergrößerung eines Objekts. Der Vergrößerungsfaktor ergibt sich aus:
Bedeutung in der Radiologie
Der Fokus-Detektor-Abstand ist ein wichtiger Parameter der Aufnahmetechnik und beeinflusst mehrere Aspekte der Bildgebung:
- Bildvergrößerung
- geometrische Unschärfe
- Strahlenintensität am Detektor
In der Praxis werden für bestimmte Untersuchungen standardisierte Fokus-Detektor-Abstände verwendet, z.B.:
- etwa 100–115 cm bei vielen projektionsradiographischen Aufnahmen
- etwa 180 cm bei Thoraxaufnahmen zur Reduktion der Bildvergrößerung des Herzes
Ein größerer Fokus-Detektor-Abstand verbessert die geometrische Abbildungsgenauigkeit, erfordert jedoch aufgrund der geringeren Strahlenintensität häufig eine höhere Exposition.