Objekt-Detektor-Abstand
Wir werden ihn in Kürze checken und bearbeiten.
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Englisch: object-to-detector distance, ODD
Definition
Der Objekt-Detektor-Abstand, kurz ODA, bezeichnet den Abstand zwischen dem untersuchten Objekt bzw. der Patientenoberfläche und dem Röntgendetektor.
Physikalischer Hintergrund
In der projektionsradiographischen Bildgebung entsteht das Bild durch die Projektion eines Objekts auf den Detektor. Da die Röntgenstrahlung von einer punktförmigen Quelle im Brennfleck ausgeht und sich als divergierender Nutzstrahlenkegel ausbreitet, führt ein Abstand zwischen Objekt und Detektor zu geometrischen Abbildungseffekten.
Einfluss auf Bildvergrößerung
Ein größerer Objekt-Detektor-Abstand führt zu einer stärkeren Projektionsvergrößerung des abgebildeten Objekts. Die geometrische Vergrößerung ergibt sich aus dem Verhältnis der Abstände:
- – Vergrößerungsfaktor
- – Fokus-Detektor-Abstand
- – Fokus-Objekt-Abstand
Mit zunehmendem Objekt-Detektor-Abstand nimmt der Fokus-Objekt-Abstand relativ ab, wodurch der Vergrößerungsfaktor steigt.
Einfluss auf geometrische Unschärfe
Der Objekt-Detektor-Abstand beeinflusst auch die geometrische Unschärfe der Abbildung. Diese entsteht durch die endliche Größe des Brennflecks. Die geometrische Unschärfe lässt sich näherungsweise beschreiben durch:
- – Größe des Brennflecks
- – Objekt-Detektor-Abstand
- – Fokus-Objekt-Abstand
Ein größerer Objekt-Detektor-Abstand führt daher zu stärkerer Unschärfe.
Bedeutung in der Radiologie
Für eine möglichst gute Bildqualität wird in der Radiologie angestrebt, den Objekt-Detektor-Abstand so klein wie möglich zu halten. Dadurch werden
- Bildvergrößerung reduziert
- geometrische Unschärfe minimiert
- Ortsauflösung verbessert
Ausnahmen bestehen bei speziellen Aufnahmetechniken, z.B. der Luftspalttechnik, bei der ein größerer Objekt-Detektor-Abstand bewusst eingesetzt wird, um Streustrahlung zu reduzieren.