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Marcumarnekrose

(Weitergeleitet von Cumarinnekrose)

Synonyme: Cumarinnekrose, Warfarinnekrose

1 Definition

Eine Marcumarnekrose ist eine seltene Nebenwirkung bei einer Therapie mit Cumarinen.

2 Inzidenz

Die Inzidenz beträgt weniger als 0,1% der behandelten Patienten.

3 Klinik

Wenige Tage nach Therapiebeginn kommt es zur Ausbildung von druckempfindlichen, hämatomähnlichen Hautveränderungen. Im Verlauf bilden sich blutige Bläschen bis hin zur Schwarzfärbung der betroffenen Hautareale. Im Endstadium kommt es im Normalfall zu einem Absterben (Nekrose) der betroffenen Hautstellen. Eine anschließende Narbenbildung ist sehr wahrscheinlich. Betroffen sind bevorzugt Extremitäten, Brust und Gesäß.

4 Ursache

Als vermutliche Ursache gilt: Bei Therapiebeginn kommt es zu einer verstärkten Gerinnungsaktivität in den Kapillargefäßen, was zum Gefäßverschluss führt.

5 Prädisposition

Zu den prädisponierenden Faktoren zählen:

6 Therapie

Eine spezifische Therapie, außer Wundbehandlung und nötigenfalls Hauttransplantationen bzw. Amputationen, ist momentan nicht möglich.

7 Vorbeugung

Als Risikominimierung kommt eine einschleichende Dosierung in Kombination mit Heparin in Frage.

Cave: Unfraktioniertes Heparin kann bei gleichzeitiger Gabe von Marcumar ebenfalls Hautnekrosen auslösen.

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