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Cranio-Sacral-Therapie

Synonyme: CST
Englisch: cranial sacral therapy, cranial sacral bodywork

1 Definition

Die Cranio-Sacral-Therapie ist eine Methode der Alternativmedizin, die der Osteopathie zugeordnet wird. Das Ziel der Therapie soll sein, einen weitgehend "ungehinderten Liquorfluss" vom Kopf bis zum Kreuzbein sicherzustellen. Dazu werden manuelle und physiotherapeutische Maßnahmen angewendet.

2 Hintergrund

Craniosakraltherapeuten gehen davon aus, dass die Liquorzirkulation bei jedem Menschen in einem individuellen Rhythmus stattfindet (craniosakraler Puls). Störungen der craniosakralen Pulsfrequenz sollen beispielsweise durch Verspannungen, Traumata, Operationen oder Stress ausgelöst werden können. Die wissenschaftliche Rationale für diese Behauptung ist unklar.

3 Indikationen

Die Cranio-Sacral-Therapie wird sowohl bei Kindern als auch Erwachsenen eingesetzt und wird als eigenständige Therapieform oder in Kombination mit anderen physio- und psychotherapeutischen Verfahren verwendet. Zu den Anwendungsgebieten zählen:

4 Therapieablauf

Der Therapeut nimmt vorerst neben dem Kopf des liegenden Patienten Platz und ertastet mit langsamen, rhythmischen Bewegungen die Schädelknochen. Anschließend werden die Hände des Behandlers über dem Kopf sanft gegeneinander bewegt. Weiters werden die rhythmischen Bewegungen auch am Sakrum wiederholt. Durch die CST ist eine Tiefenentspannung möglich. Viele Patienten schlafen während der Behandlung ein. Die Behandlungsdauer beträgt 30-50 Minuten.

5 Diskussion

Die Wirkung der Cranio-Sacral-Therapie ist zweifelhaft. Die Methode mag zwar zur Entspannung des Patienten beitragen, jedoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass oberflächliche Manipulationen den Liquorfluss verändern, gering. Darüber hinaus ist die Annahme, dass Erkrankungen des Bewegungsapparates durch Störungen der Liquorzirkulation ausgelöst werden, weder belegt noch plausibel.

Fachgebiete: Alternativmedizin

Diese Seite wurde zuletzt am 7. Juni 2019 um 15:47 Uhr bearbeitet.

Mich stimmt es auch traurig. Deshalb habe ich den Artikel überarbeitet. Besser als Kritik am Seitenende finde ich aber, wenn man Artikel selbst anfasst. Das ist hier nämlich eigentlich ein Lexikon zum mitmachen, nicht zum mitmosern.
#2 am 07.06.2019 von Dr. Frank Antwerpes (Arzt | Ärztin)
"...die Schädelknochen. Anschließend werden diese sanft gegeneinander bewegt..." Bei Erwachsenen??? Dass solcher Unsinn hier unkommentiert verbreitet wird, stimmt mich traurig. Da ist ja die Wikipedia besser informiert!
#1 am 30.05.2019 von Dr. med. vet. Jürgen Engel (Tierarzt | Tierärztin)

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