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Blut-Gas-Verteilungsgesetz

Abkürzung: BGV

1 Definition

Das Blut-Gas-Verteilungsgesetz, kurz BGV, ist ein physikochemisches Verteilungsgesetz, das auf dem Henry-Dalton-Gesetz beruht und zur Berechnung der Löslichkeit von Medikamenten im Blut herangezogen wird.

2 Hintergrund

Das BGV findet hauptsächlich in der klinischen Anästhesie Anwendung. Es wird vorwiegend zur Berechnung von Narkosemitteln und deren Blutlöslichkeit verwendet.

Henry-Dalton-Gesetz:[1]
c ÷ p = KGas, T
c = Konzentration
p = Druck
K = Henry-Konstante

Aufgrund dieses Gesetz ergibt sich:

  • p↑ - Löslichkeit Gas↑
  • T↑ - Löslichkeit Gas↓

3 Klinik

Da das HDG das Verteilungsgleichgewicht zwischen flüssiger und gasförmiger Phase beschreibt, kann die Fragestellung berechnet werden, wieviel Gasvolumen sich in einem Flüssigkeitsvolumen löst.

Ein hohes BGV bedeutet, dass eine hohe Löslichkeit besteht. Dementsprechend löst sich mehr Narkotikum im Blut und es wird eine höhere Gewebekonzentration erzielt, was zu einer langen Ein- und Ausleitungsphase führt.

4 Beispiele

Folglich einige (früher) übliche Narkosemittel und deren BGV-Wert:

5 Literatur

  1. "Chemie für Mediziner" - A. Zeeck et. al., Urban & Fischer-Verlag, 7. Auflage"

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