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Arteria auricularis caudalis (Veterinärmedizin)

Synonym: A. auricularis caudalis

1 Definition

Die Arteria auricularis caudalis ist ein Ast der Arteria carotis externa, der zur Ohrmuschel zieht.

2 Anatomie

Die Arteria auricularis caudalis entspringt kaudalseitig aus der Arteria carotis externa und zieht in Richtung des Ohrgrunds. Dort angekommen, entlässt sie tierartlich verschiedene viele Äste für die Ohrmuschel und nimmt danach einen bogenförmigen Verlauf zwischen Ohrgrund und Musculus temporalis.

2.1 Abgehende Gefäße

Folgende Gefäße entspringen der Arteria auricularis caudalis:

  • Ramus auricularis lateralis: geht am Grund der Ohrmuschel aus der Arteria auricularis caudalis hervor und ist bei der Katze meist doppelt vorhanden; zieht entlang dem Lateralrand an der Außenfläche der Ohrmuschel in Richtung Ohrspitze
  • Ramus auricularis intermedius: Versorgungsast am Ohrmuschelrücken, der beim Rind zweigeteilt ist und beim Setzen der Ohrmarken beachtet werden muss:
    • Ramus auricularis intermedius lateralis
    • Ramus auricularis intermedius medialis
  • Ramus auricularis medialis: tritt an den medialen Rand der Ohrmuschelaußenseite und fehlt dem Wiederkäuer (entspringt hier aus der Arteria auricularis rostralis)
  • Ramus parotideus: beim Fleischfresser und Schwein einzeln ausgebildet, beim Pferd und Wiederkäuer durch mehrere Äste als Rami parotidei beschrieben; versorgt die Glandula parotis
  • Ramus occipitalis: Ast, der an die Hinterhaupts- und Schläfengegend zieht; fehlt dem Schwein
  • Arteria auricularis profunda: klein ausgebildete Arterie, die tierartlich unterschiedlich entspringt und zwischen dem Tragus und Anthelix an die Innenfläche der Ohrmuschel tritt, um dort die Haut des äußeren Gehörgangs zu versorgen
  • Arteria stylomastoidea: tritt beim Fleischfresser, Wiederkäuer und Pferd durch das Foramen stylomastoideum in den Canalis facialis ein und versorgt das Mittelohr; entstammt beim Schwein aus der Arteria condylaris
  • Arteria tympanica caudalis: inkonstantes, feinlumiges Gefäß beim Pferd
  • Ramus sternocleidomastoideus: beim Hund, der Ziege und dem Schwein ausgebildet, der für die betreffenden Muskeln zuständig ist
    • Ramus glandularis: feiner Ast aus dem R. sternocleidomastoideus, der nur beim Hund besteht und an die Speicheldrüse zieht
  • Ramus meningeus: ist bei der Ziege und beim Schaf ausgebildet und dringt in der Nähe des Porus acusticus externus in die Schädelhöhle ein; ist für die Mitversorgung der Hirnhäute zuständig

3 Literatur

  • Nickel, Richard, August Schummer, and Eugen Seiferle. Band III: Kreislaufsystem. Lehrbuch der Anatomie der Haustiere. Parey, 2004.
  • Künzel, Wolfgang. Topographische Anatomie, Hochschülerschaft Veterinärmedizinische Universität (Hersausgeber), 3. Auflage. WS 2011/12

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