Anti-Remodeling-Therapie
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LoslegenDefinition
Als Anti-Remodeling-Therapie bezeichnet man Therapiemaßnahmen, die krankhafte Umbauprozesse (Remodeling) von Geweben oder Organen verhindern, verlangsamen oder teilweise rückgängig machen. Meist handelt es sich dabei um Arzneistoffe.
Hintergrund
Remodeling tritt als Folge chronischer Schädigungen oder Fehlbelastungen auf und kann mit einer Fibrose, Hypertrophie, Dilatation oder einem Verlust der Organfunktion einhergehen. Ziel der Anti-Remodeling-Therapie ist es, diese Veränderungen zu begrenzen und die langfristige Prognose zu verbessern.
Anwendungsgebiete
Der Begriff wird vor allem in der Kardiologie verwendet. Dort zählen unter anderem ACE-Hemmer, Angiotensin-Rezeptor-Neprilysin-Inhibitoren (ARNI), Betablocker, Mineralokortikoidrezeptor-Antagonisten und SGLT2-Hemmer zur Anti-Remodeling-Therapie der Herzinsuffizienz. Darüber hinaus findet der Begriff auch in anderen Fachgebieten Verwendung, beispielsweise bei fibrosierenden Erkrankungen der Lunge oder Leber.