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Ancylostoma

von altgriechisch: ankýlōsis - krumm, gekrümmt; stoma - Mund

1 Definition

Ancylostoma sind ein Taxon der Nematoda (Rundwürmer). Vertreter dieser Gattung sind Auslöser der Ancylostomatidose des Menschen bzw. der Ancylostomose der Fleischfresser.

2 Taxonomie

3 Erreger

3.1 Humanpathogene Erreger

Humanpathogene Erreger im engeren Sinn sind Ancylostoma duodenale und Necator americanus, da sie sich im Menschen zu adulten Würmen entwickeln. Bei allen anderen Arten ist der Mensch ein Fehlwirt und es kommt zum Krankheitsbild der Larva migrans cutanea.

Art Vorkommen Hauptwirt Lebenserwartung Krankheiten beim Menschen
Ancylostoma duodenale "alte Welt" Mensch 4-7 Jahre Ancylostomatidose
Necator americanus "neue Welt" Mensch 5-15 Jahre Ancylostomatidose

3.2 Zoonotische Erreger

In Mitteleuropa kommen bei den Fleischfressern zwei Ancylostoma-Arten vor:

Beide Arten haben am Eingang der Mundkapsel zwei Schneidplatten mit sägeartig geformten Rändern, die je drei Zacken aufweisen. Anhand dieses Kriteriums können sie von der Gattung Uncinaria abgegrenzt werden - diese besitzen glattrandige Schneidplatten. Sie sind zwischen 0,7-1,8 cm lang.

Art Morphologie Wirte Organ  Präpatenz
Ancylostoma caninum  : 5-14 mm, : 15-21 mm
Ei: 52-79x28-58 µm
Canidae: Haushund, Rotfuchs, Wolf, Schakal u.a. Dünndarm 15-17 Tage
Ancylostoma tubaeforme ♂: 5-12 mm, ♀: 5-15 mm
Ei: 45-78x34-57 µm
Felidae: Hauskatze, Wildkatze u.a. Dünndarm 19-22 Tage

Weitere zoonotische Arten, die vor allen in den Tropen auftreten, sind Ancylostoma ceylanicum und Ancylostoma brasiliense.

4 Entwicklung

Die Entwicklung von Ancylostoma-Arten ist mit jener der Gattung Uncinaria vergleichbar. Als einziger Unterschied gilt, dass Ancylostoma caninum deutlich höhere Temperaturen für die externe Entwicklung benötigt als Uncinara stenocephala.

5 Vorkommen

Ancylostoma caninum findet man vorwiegend in den Subtropen und Tropen sowie in Zonen gemäßigten Klimas. Ancylostoma tubaeforme ist weltweit verbreitet. In wärmeren Regionen kommen zusätzliche Ancylostoma-Arten vor, wie z.B. Ancylostoma braziliense und Ancylostoma ceylanicum.

6 Quellen

  • Eckert, Johannes, Friedhoff, Karl Theodor, Zahner, Horst, Deplazes, Peter. Lehrbuch der Parasitologie für die Tiermedizin. 2., vollständig überarbeitete Auflage. Enke-Verlag, 2008.
  • Laborlexikon.de; 02.02.2021

Diese Seite wurde zuletzt am 2. Februar 2021 um 19:33 Uhr bearbeitet.

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