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Uncinaria

von lateinisch: uncinatus - hakenförmig

1 Definition

Uncinaria sind ein Taxon der Nematoda (Rundwürmer). Vertreter dieser Gattung sind Auslöser der Uncinariose der Fleischfresser.

2 Taxonomie

3 Erreger

Die Gattung Uncinaria enthält mehrere Arten, wobei in Mitteleuropa hauptsächlich Uncinaria stenocephala auftritt - hauptsächlich bei Hunden, selten bei Katzen.

Uncinaria-Arten haben am Eingang der Mundkapsel zwei glattrandige Schneidplatten. Anhand dieses Merkmals können sie eindeutig von Ancylostoma-Arten unterschieden werden. Letztere besitzen sägeartig geformte Ränder an den Schneidplatten. Die Männchen sind zwischen 3 und 11 mm, die Weibchen 4 bis 16 mm lang.

Die Eier sind mittelgroß (75 bis 92 x 35 bis 58 µm), dünnschalig, oval und enthalten direkt nach der Ablage 4 bis 16 Furchungszellen, deren Zahl aber während der Darmpassage und in der Außenwelt rasch zunehmen kann.

4 Entwicklung

Die Adultstadien leben im Dünndarm und heften sich mit ihrer Mundkapsel an der Schleimhaut fest. Ein Weibchen kann am Tag zwischen 3.000 und 19.000 Eier produzieren, die wiederum vom Wirt mit dem Kot ausgeschieden werden.

Bei günstigen Temperaturen bildet sich im Ei die Erstlarve (L1), die ausschlüpft und sich binnen 5 bis 8 Tagen zur infektiösen und bescheideten Drittlarve (L3) weiter entwickelt. Temperaturen unter 15 °C verlangsamen die Entwicklungsschritte deutlich (oder unterbinden sie gänzlich). In feuchten Böden sind die Drittlarven 3 bis 4 Monate lang lebensfähig, wohingegen sie bei Trockenheit rasch absterben.

Die verschiedenen Infektionswege und anschließende Wanderung im Wirt ist bei den Hakenwürmern der Fleischfresser vielfältig.

5 Vorkommen

Uncinaria stenocephala kommt vorwiegend in Zonen gemäßigten Klimas vor.

6 Epidemiologie

Zu den Wirten zählen verschiedene Caniden wie Haushund, Rotfuchs, Eisfuchs, Wolf, Marderhund sowie selten auch Katzen und andere Feliden.

7 Literatur

  • Eckert, Johannes, Friedhoff, Karl Theodor, Zahner, Horst, Deplazes, Peter. Lehrbuch der Parasitologie für die Tiermedizin. 2., vollständig überarbeitete Auflage. Enke-Verlag, 2008.

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