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Agarose-Gelelektrophorese

1. Definition

Die Agarose-Gelelektrophorese ist eine Form der Gelelektrophorese zur Auftrennung von Nukleinsäuren, selten auch Proteinen, nach ihrer Größe.

2. Methodik

Agarose ist ein Polysaccharid. Wird es geschmolzen, bilden die unverzweigten Ketten Helices aus, wodurch ein Netzwerk entsteht. Beim Erkalten entsteht dadurch ein festes Gel mit Poren.

Bei der Agarose-Gelelektrophorese werden DNA- oder RNA-Proben auf das Gel aufgetragen und mit Hilfe eines elektrischen Feldes aufgetrennt. Nukleinsäuren sind durch ihre Phosphatgruppen negativ geladen, so dass sie zur Anode wandern. Da jede Base eine Phosphatgruppe enthält, ist das Verhältnis zwischen Größe und Ladung der Moleküle direkt proportional. Je kleiner ein Molekül ist, desto schneller wandert es durch das Gel.


Um die DNA sichtbar zu machen, werden die Proben vor der Elektrophorese mit einem interkalierenden Farbstoff wie Ethidiumbromid versetzt, der sich an die Nukleinsäure lagert. Unter UV-Licht werden dadurch die aufgetrennten Banden sichtbar.


3. Anwendung

Die Agarose-Gelelektrophorese ist eine Standardmethode in der medizinischen und molekularbiologischen Forschung und Diagnostik. Die Methode wird zur z.B. Auftrennung von PCR-Produkten verwendet. Einzelne Banden können nach der Elektrophorese aus dem Gel ausgeschnitten und gereinigt werden, um sie z.B. für Klonierungen zu verwenden.

Fachgebiete: Biologie, Genetik

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Dr. Frank Antwerpes
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09.03.2018, 09:05
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