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Akanthozyt

Synonym: Stachelzelle
Englisch: acanthocyte, spur cell

1 Definition

Akanthozyten sind eine pathologische Formvariante von Erythrozyten, bei der man spitze irreguläre Ausziehungen des Zellkörpers sieht.

2 Morphologie

Bei Akanthozyten, die im Blut auftreten, ist durch eine verstärkte Aufnahme von Cholesterin die Zellmembran im Verhältnis zum Zellvolumen zu groß. Dadurch bildet die überschüssige Membran spornartige Vorsprünge unterschiedlicher Länge aus, die - im Gegensatz zum Echinozyten - unregelmäßig über die Zelloberfläche verteilt sind.

3 Diagnostik

Akanthoyzten können in einem einfachen Blutausstrich dargestellt werden. Um sie besser identifizieren zu können, wird die Blutprobe vor der Untersuchung 1:1 mit isotonischer Kochsalzlösung versetzt.

Der Nachweis von Akanthozyten im Urin erfolgt durch Phasenkontrastmikroskopie des Urinsediments.

4 Vorkommen

4.1 Akanthozyten im Blut

Akanthozyten im Blut liegt meist ein gestörter Phospholipidmetabolismus zugrunde. Man sieht sie unter anderem bei

Weitere Ursachen für das Auftreten von Akanthozyten können das Myelodysplastische Syndrom oder ein Zustand nach Splenektomie sein.

4.2 Akanthozyten im Urin

Akanthozyten im Urin im Rahmen einer Mikrohämaturie weisen auf eine Schädigung der Nierenkörperchen (Glomeruli) hin, z.B. im Rahmen einer Glomerulonephritis.

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Fachgebiete: Hämatologie, Labormedizin

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