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Das Medizinlexikon zum Mitmachen.

Zwerchfell

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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Synonym: Diaphragma
Englisch: diaphragm; midriff

1. Definition [bearbeiten]

Das Zwerchfell ist der zentrale Atemmuskel, der die untere Thoraxapertur zum Abdomen hin verschließt.

2. Embryologie [bearbeiten]

Entwicklungsgeschichtlich entsteht das Zwerchfell als häutiges Septum transversum im vorderen Halsbereich aus dem Mesoderm. Deshalb erfolgt die spätere Innervation aus Anteilen der Spinalnerven C3 bis C5. Später verschmilzt das Septum transversum mit Anteilen der Pleuroperitonealmembranen (Membranae pleuroperitoneales) und des dorsalen Mesenteriums.

In der weiteren Embryonalentwicklung verlagert sich die Zwerchfellanlage mit der Streckung des Halses und der Verlagerung des Herzens nach kaudal.

3. Anatomie [bearbeiten]

3.1. Übersicht [bearbeiten]

Die aus verschiedenen Anteilen bestehende Muskelplatte des Zwerchfells findet ihre Ansätze an den Rippen, der Lendenwirbelsäule und dem Sternum. In der Zwerchfellmitte befindet sich ein sehniges Centrum tendineum, das beidseitig von muskulären Zwerchfellkuppeln überragt wird. Innerviert wird das Zwerchfell vom Nervus phrenicus.

3.2. Einteilung [bearbeiten]

Man unterscheidet nach dem jeweiligen Ursprung der Muskelfasern drei Teile des Zwerchfells:

3.2.1. Pars lumbalis (Lendenteil) [bearbeiten]

Die Pars lumbalis hat mit zwei Crura,einerseits das Crus mediale, andererseits das Crus laterale.Das Crus mediale dextrum (rechts) nimmt seinen Ursprung von den 1.-4. Lendenwirbelkörpern,wo hingegen das Crus mediale sinistrum seinen Ursprung an den 1.-3. Lendenwirbelkörpers hat. Das Crus laterale entspringt von 2 Bögen (arcus), dem Arcus lumbocostalis medialis/ Psoasarkade oder Ligamentum arcuatum mediale und dem Arcus lumbocostalis lateralis/Quadratusarkade oder Ligamentum arcuatum laterale.

3.2.2. Pars costalis (Rippenteil) [bearbeiten]

Die Fasern der Pars costalis entspringen an den Innenseiten der Rippenknorpel und des angrenzenden Gewebes der unteren 6 Rippen jeder Seite und verzahnen sich mit den Fasern der Musculus transversus abdominis.

3.2.3. Pars sternalis (Brustbeinteil) [bearbeiten]

Die Fasern der Pars sternalis entspringen in zwei kurzen, fleischigen Streifen an der Hinterseite des Processus xiphoideus des Brustbeins (Sternum) und strahlt in die Zentralsehne ein.

3.3. Durchtrittsstellen [bearbeiten]

Öffnungen in der Muskulatur bzw. in der Sehnenplatte des Zwerchfells erlauben den Durchtritt verschiedener anatomischer Strukturen, die aus der Brusthöhle in den Bauchraum ziehen oder umgekehrt. Dazu zählen unter anderem:

4. Arterielle Versorgung [bearbeiten]

Die arterielle Versorgung des Zwerchfells erfolgt über folgende Blutgefäße:

5. Physiologie [bearbeiten]

Durch die Kuppelform des Zwerchfells führt eine Kontraktion der Muskulatur zu einer Vergrößerung des Thoraxraumes und einer Formveränderung des Abdominalraumes. Durch die Verwachsungen des Zwerchfells mit der Pleura parietalis wird bei der Bewegung das Lungenvolumen vergrößert und der entstehende Unterdruck führt zur Einatmung. Daneben dient die Zwerchfellkontraktion der Bauchpresse, beispielsweise bei der Defäkation oder dem Geburtsvorgang.

6. Klinik [bearbeiten]

Ein Ausfall des Nervus phrenicus (Phrenikusparese) führt zur Zwerchfelllähmung. Klinisch relevant ist auch die Verlagerung des Zwerchfells nach kaudal oder kranial bei verschiedenen Erkrankungen der benachbarten Kompartimente. Man unterscheidet radiologisch:

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