Geschlechtsreife
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Synonym: Pubeszenz
Englisch: sexual maturity
1. Definition
Als Geschlechtsreife bezeichnet man einen Zustand oder auch den Zeitpunkt, zu dem die Fähigkeit zur sexuellen Fortpflanzung erreicht ist. Beim Menschen wird der Zustand der Geschlechtsreife im Rahmen der Pubertät erreicht.
2. Abgrenzung
Geschlechtsreife zum Teil unterschiedlich definiert. Manche Autoren beschreiben Geschlechtsreife als den Abschnitt, der nach vollständiger Ausreifung der sekundären und tertiären Geschlechtsmerkmale beginnt und in der Regel mit einer vollständigen Fertilität einhergeht. Andere Quelle geben an, dass sich die Geschlechtsmerkmale auch nach Erreichen der Fähigkeit zur sexuellen Fortpflanzung weiterentwickeln und die Geschlechtsreifung somit nicht mit der Geschlechtsreife abgeschlossen ist. Der Begriff Fertilität bezeichnet im Allgemeinen die Fähigkeit eines individuellen Organismus zur Fortpflanzung.
3. Vorgänge
Neben dem Antrieb der Gametogenese und der verstärkten Ausbildung primär Geschlechtsmerkmale (z.B Gliedwachstum), werden auch die sekundären Geschlechtsmerkmale ausgebildet. Diese Ausbildung formt das Indiviuum zu dem typischen morphologischen Geschlecht.
Bei Menschen sind die Unterschiede deutlich zu erkennen. Bei Haus- und Zootieren meist durch genaues Hinschauen bzw. Verhaltensänderung der Tiere.
4. Biologische Bedeutung
- Fortpflanzung: Nur durch Einsetzen der Geschlechtsreife und dem damit verbundenen Fortpflanzungstrieb kann die Arterhaltung gesichert werden.
- Attraktivität: Die Geschlechtsreife und Ausbildung von Geschlechtsmerkmalen entscheidet oft maßgeblich über den Fortpflanzungserfolg.
- Evolution: Generell findet ohne Fortpflanzung keine Evolution mehr statt. Es ist die Basis für die Variation und der Nachkommenzahl, welche die Selektion antreibt.
5. Beispiele
5.1. Mensch
- Mann: Glied, Hoden, Achsel-, Scham- und Bartbehaarung, deutlich muskulösere Körperstruktur, breite Schulter, meist enges Becken, deutlicher Körpergeruch
- Frau: Vagina, Scham, Körperbehaarung, zumeist breites Becken, enge Schulter, weniger muskulös, deutlicher Fettkörper, Ausbildung der weiblichen Brust, Regelblutung
5.2. Pavian
- Männchen: zeigt eine intensive rötliche Färbung im anogenitalen Bereich. Auch das Gesicht ist breiter und es treten Veränderungen bei der Gesichtsbehaarung auf.
- Weibchen: ist eher der Umwelt angepasst gefärbt und unauffällig.
siehe auch: Fortpflanzungsdaten beim Schaf