Tendovaginitis stenosans
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Synonyme: Schnellender Finger, Schnappender Finger
1. Definition
Bei einer Tendovaginitis stenosans handelt es sich um eine Sehnenscheidenentzündung der Beugesehnen der Hand.
2. Ursachen
Eine Tendovaginitis stenosans entsteht durch eine Überbelastung der Flexoren der Hand. Somit handelt es sich bei dieser Art von Entzündung um keine bakterielle Infektion. Sie stellt oft eine Berufskrankheit dar, da zum Beispiel Klavierspieler, Sportler, Handwerker oder Personen, die länger am Computer arbeiten, besonders häufig an dieser Krankheit leiden. Durch eine Fehlhaltung und den stereotypen Bewegungsablauf kommt es zu kleinen Verletzungen der Sehnen. Geschieht dies immer häufiger, entstehen Entzündungen, wodurch es bedingt durch eine damit einhergehende Schwellung zu einer noch stärkeren Entzündungsreaktion kommt. Dies resultiert bei der Tendovaginitis stenosans in der Ausbildung von Sehnenknötchen, die bei jeder Fingerbewegung durch das Ringband (Ligamentum anulare) durchpassen müssen und somit das Phänomen des schnellenden Fingers erzeugen.
3. Symptome
Die Betroffenen können den Finger nicht durchstrecken oder ganz beugen, da sie eine Steifigkeit verspüren. Erst mit erhöhtem Kraftaufwand gelingt eine Extension bzw. Flexion, wodurch es zu einem schnapenden Finger kommt.
4. Diagnose
Im Rahmen einer klinischen Anamnese kann anhand der Symptomatik die Diagnose einer Tendovaginitis stenosans gestellt werden. Hierbei müssen zum Beispiel mit Hilfe von Röntgen-oder Ultraschall-Untersuchungen weitere Erkrankungen wie ein Nervenkompressionssyndrom oder eine Arthrose ausgeschlossen werden.
5. Therapie
Eine Tendovaginitis stenosans kann nur chirurgisch behandelt werden, indem das Ligamentum anulare gespalten wird.