Isoleucin: Unterschied zwischen den Versionen

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==Bedeutung==
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Isoleucin ist wichtiger Bestandteil vieler Proteine, besonders seine hydrophobe Beschaffenheit dient der Ausbildung der [[Sekundärstruktur]].
Isoleucin ist wichtiger Bestandteil vieler [[Protein]]e, besonders seine [[hydrophob]]e Beschaffenheit dient der Ausbildung der [[Sekundärstruktur]].


==Pathophysiologie==
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Transport- und Resorptionsstörungen des Isoleucin können in Form des [[Hartnup-Syndrom]]s schwere Krankheitssymptome bedingen; Abbaustörungen durch einen Mangel des [[Enzym]]s α-[[Ketosäuredecarboxylase]] führen zur sogenannten [[Ahornsirup-Krankheit]].
Transport- und Resorptionsstörungen des Isoleucin können in Form des [[Hartnup-Syndrom]]s schwere Krankheitssymptome bedingen; Abbaustörungen durch einen Mangel des [[Enzym]]s α-[[Ketosäuredecarboxylase]] führen zur sogenannten [[Ahornsirup-Krankheit]].
[[Fachgebiet:Biochemie]]
[[Fachgebiet:Biochemie]]
[[Tag:Isoleukin]]
[[Tag:Isoleuzin]]

Version vom 25. Mai 2013, 13:10 Uhr

Synonyme: Isoleuzin, Isoleukin
Abkürzungen: Ile, I
Englisch: isoleucine

Definition

Isoleucin ist eine aliphatische Aminosäure mit dem chemischen Namen α-Amino-β-methyl-n-valeriansäure; ihr charakteristisches Strukturmerkmal ist eine verzweigte Kohlenwasserstoffkette; die Formel lautet CH3-CH2-CH(CH3)-CH(NH2)-COOH

Metabolismus

Der menschliche Organismus ist nicht in der Lage, Isoleucin zu synthetisieren und muss die essentielle Aminosäure über die Nahrung aufnehmen; die erforderliche Tagesdosis beträgt etwa 1,4 g.
Der Körper baut Isoleucin über den Fettsäurestoffwechsel ab und scheidet sie in geringem Maße auch unverändert über den Harn aus.

Bedeutung

Isoleucin ist wichtiger Bestandteil vieler Proteine, besonders seine hydrophobe Beschaffenheit dient der Ausbildung der Sekundärstruktur.

Pathophysiologie

Im Rahmen einer Hyperaminoazidurie können die Isoleucin-Spiegel im Blut bis zu 10-fach erhöht sein. Transport- und Resorptionsstörungen des Isoleucin können in Form des Hartnup-Syndroms schwere Krankheitssymptome bedingen; Abbaustörungen durch einen Mangel des Enzyms α-Ketosäuredecarboxylase führen zur sogenannten Ahornsirup-Krankheit.