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Zinkoxid-Eugenol-Zement

Synonyme: ZnO-Eugenol-Zement, ZOE
Handelsname: TempBond®

1 Definition

Zinkoxid-Eugenol-Zement ist ein zahnärztlicher Befestigungszement, der bereits seit dem 19. Jahrhundert eingesetzt wird. Er besteht aus einem Gemisch aus Zinkoxidpulver (ZnO) und Eugenol (Nelkenöl).

2 Indikationen

3 Eigenschaften

Zinkoxid-Eugenol-Zement besitzt gute Fließeigenschaften und eine exzellente Abdichtung gegen Speichel. Er härtet schnell aus, auch wenn er mit Speichel in Berührung kommt. Dabei garantiert er eine ausreichende Befestigung, lässt sich aber auch gut wieder vom Zahn entfernen. Bei längerer Liegedauer löst sich der Zement durch Auslaugung des Eugenols auf.

Zinkoxid-Eugenol-Zement hat zwar eine beruhigende Wirkung auf die entzündete Pulpa, jedoch ist Eugenol bei direktem Zellkontakt zytotoxisch. Zu flüssig angerührter Zement kann zu einer Pulpitis führen. Eugenol beeinträchtigt die Abbindung von Kunststoffen und erweicht bereits abgebundene Kunststoffe. Daher wird Zinkoxid-Eugenol-Zement nie in Zusammenhang mit Composite-Restaurationen, Kunststoffadhäsiven oder Resin-Zementen angewendet. Für diesen Fall werden eugenolfreie Zinkoxid-Zemente angeboten [Temp Bond NE®].

Der Geschmack von Zinkoxid-Eugenol-Zement ist unangenehm. Eugenol ist übrigens für den typischen Zahnarzt-Geruch verantwortlich.

4 Verarbeitung

Der Zement wird als Fertigprodukt aus 2 Pasten (Base plus Akzelerator) oder nativ aus Nelkenöl und Zinkoxid angemischt. Zum Mischen verwendet man einen Papierblock, da sich der Zement von Glasplatten nur mit Mühe entfernen lässt. Die Mischung sollte als feste Paste angemischt werden. Der nativ angemischte Zement bleibt ohne Wasserzutritt über längere Zeit verarbeitungsfähig. Fertigpräparate härten hingegen schnell aus und müssen entsprechend schnell verarbeitet werden.

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Fachgebiete: Zahnmedizin

Diese Seite wurde zuletzt am 3. September 2019 um 13:50 Uhr bearbeitet.

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