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Zentralkanal

Synonym: Canalis centralis

1 Definition

Der Zentralkanal ist ein in der Mitte des Rückenmarks und der Medulla oblongata gelegener Kanal, der mit Ependym ausgekleidet ist und Liquor cerebrospinalis enthält.

Auch im Knochengewebe gibt es in der Mitte eines Osteons einen Zentralkanal, der als Havers-Kanal bezeichnet wird.

2 Embryologie

Der Zentralkanal bildet sich aus dem Lumen des embryonalen Neuralrohrs. Beim Neugeborenen steht er auf seiner gesamten Länge noch offen. Am kaudalen Ende kann er zu einem Ventriculus terminalis erweitert sein, einem Rudiment des embryonal zunächst angelegten, dann aber wieder rückgebildeten Schwanzbereichs.

3 Anatomie

Der Zentralkanal ist nur etwa 0,1 mm weit und befindet sich in der grauen Substanz des Rückenmarks und der Medulla oblongata. Anhand der Topographie unterscheidet man daher zwei Abschnitte:

  • Zentralkanal des Rückenmarks (Canalis centralis spinalis)
  • Zentralkanal der Medulla oblongata (Canalis centralis medullae oblongatae)

Beim Erwachsenen kann der Zentralkanal streckenweise obliteriert sein. Um ihn herum liegt ein schmaler Gewebesaum, der wenige Neurone und viele Gliazellen enthält, die Substantia gelatinosa centralis.

Der rostrale Anfang des Kanals ist mit dem Ventrikelsystem des Gehirns verbunden. Er geht im Myelencephalon am unteren Ende der Fossa rhomboidea aus dem vierten Hirnventrikel (Ventriculus quartus) ab.

Das kaudale Ende des Zentralkanals liegt im Bereich des Conus medullaris in den Kokzygealsegmenten - beim Erwachsenen etwa in Höhe des 1. oder 2. Lendenwirbelkörpers.

Diese Seite wurde zuletzt am 1. Juli 2020 um 23:19 Uhr bearbeitet.

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