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Virusoid

von lateinisch: virus - Schleim, Saft, Gift

1 Definition

Als Virusoide bezeichnet man unvollständige ssRNA-Viren, denen Gene für wichtige Hüllproteine fehlen, weshalb sie für das Budding auf die Anwesenheit von Helfer-Viren angewiesen sind.

2 Hintergrund

Im Gegensatz zu Satellitenviren können Virusoide unabhängig von dem Helfer-Virus ihr Genom und ihre Virusproteine synthetisieren.

Virusoide zählen zu den subzellulären Erregern.

3 Beispiel

Virusoide kommen, genau wie die autonom replizierenden Viroide, hauptsächlich als Krankheitserreger bei Pflanzen (z.B. Tomaten, Zitrusfrüchte, Kartoffeln) vor.

Das wichtigste humanpathogene Virusoid ist das Hepatitis-D-Virus (Gattung Deltavirus, Familie Picornaviridae). Das Hepatitis-B-Virus fungiert hierbei als Helfervirus. Daher kann eine Hepatitis-D-Infektion nur bei gleichzeitiger Infektion mit Hepatitis B auftreten.

Diese Seite wurde zuletzt am 14. Oktober 2019 um 16:39 Uhr bearbeitet.

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