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Virusoid

von lateinisch: virus - Schleim, Saft, Gift

1 Definition

Als Virusoide bezeichnet man unvollständige ssRNA-Viren, denen Gene für wichtige Hüllproteine fehlen, weshalb sie für das Budding auf die Anwesenheit von Helfer-Viren angewiesen sind.

2 Beispiel

Virusoide kommen, genau wie die autonom replizierenden Viroide, hauptsächlich als Krankheitserreger bei Pflanzen (z.B. Tomaten, Zitrusfrüchte, Kartoffeln) vor.

Das wichtigste pathogene Virusoid für den Menschen ist das Hepatitis-D-Virus, welchem ein wichtiges Hüllprotein fehlt (HBs-Ag). Dieses wird vom Hepatitis-B-Virus als Helfervirus zur Verfügung gestellt. Deswegen kann eine Hepatitis-D-Infektion nur bei gleichzeitiger Infektion mit Hepatitis B auftreten.

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Fachgebiete: Virologie

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