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Vaginalzyste

Englisch: vaginal cyst

1 Definition

Vaginalzysten sind flüssigkeitsgefüllte, mit Epithel ausgekleidete Hohlräume (Zysten) in der Vaginalwand.

ICD10-Code: N89.8

2 Einteilung

Man unterscheidet verschiedene Formen von Vaginalzysten. Die beiden wichtigsten Formen sind:

2.1 Inklusionszysten

Inklusionszysten der Vagina sind kleine Zysten, die vor allem am kaudalen Ende und an der Hinterwand der Vagina auftreten. Sie entstehen durch Verschleppung bzw. Einschluss von Schleimhautgewebe unterhalb der Vaginaloberfläche, zum Beispiel infolge von Traumen (Geschlechtsverkehr, Geburt) oder chirurgischen Eingriffen (z.B. Episiotomie, Hysterektomie).

Inklusionszysten findet man vorwiegend im oberflächlichen Schleimhautgewebe. Ihr Inhalt ist typischerweise käsig, da sie reichlich Zelldetritus enthalten.

2.2 Gartner-Zyste

Gartner-Zysten sind größere Zysten, die aus embryonalem Restgewebe in der Vaginalwand entstehen. Sie leiten sich von Relikten des Ductus mesonephricus ab und sind vor allem in den oberen 2/3 der Scheide lokalisiert.

3 Symptome

Die überwiegende Mehrheit der Vaginalzysten ist asymptomatisch. Größere Zysten lassen sich von der Patientin als prall-elastische Vorwölbung in das Vaginallumen ertasten. Gelegentlich erzeugen die Zysten Schmerzen, vor allem beim Geschlechtsverkehr (Dyspareunie).

4 Therapie

Falls die Zysten von der Patientin als störend empfunden werden, werden sie chirurgisch durch Exzision oder Marsupialisation entfernt.

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Fachgebiete: Gynäkologie

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