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Unkonjugiertes Bilirubin

Synonym: indirektes Bilirubin

1 Definition

Unkonjugiertes Bilirubin ist die nicht wasserlösliche Form des Bilirubins, die im Serum an Albumin gekoppelt transportiert wird. Durch Konjugation mit Glucuronsäure entsteht in der Leber das wasserlösliche direkte (konjugierte) Bilirubin.

2 Hintergrund

Das Synonym "indirektes Bilirubin" erklärt sich dadurch, dass diese Form des Bilirubins nicht direkt messbar ist, sondern erst nach Freisetzung aus der Albuminbindung durch einen sog. Accelerator. Diese Freisetzung ermöglicht dann die Messung des Gesamtbilirubins. Die Konzentration des indirekten (unkonjugierten) Bilirubins im Serum ergibt sich aus der Differenz von Gesamtbilirubin und direktem (konjugiertem) Bilirubin.

Das Gesamtbilirubin wird auf Laborbefunden auch als "T-Bil" (von Total) bezeichnet.

3 Material

Für die Untersuchung werden 1 ml Serum oder EDTA-Plasma benötigt. Bilirubin wird durch kurzwelliges Licht zersetzt. Proben für die Bilirubinmessung müssen deshalb vor Licht geschützt oder rasch ins Labor gebracht werden (Präanalytik).

4 Referenzbereich

  • 0,2 bis 0,8 mg/dl

5 Interpretation

Indirektes Bilirubin ist insbesondere im Rahmen eines prähepatischen Ikterus erhöht.

6 Hinweise

Die Bestimmung von indirektem Bilirubin ist nur sinnvoll im Zusammenhang mir der Gesamtbilirubinbestimmung.

7 Literatur

  • Laborlexikon.de; abgerufen am 06.02.2021

Diese Seite wurde zuletzt am 7. Februar 2021 um 13:45 Uhr bearbeitet.

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