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Trance

von lateinisch: transire - hinübergehen
Englisch: trance

1 Definition

Als Trance wird ein temporärer mentaler Zustand bezeichnet, bei dem es zur Absenkung des Bewusstseinslevels kommt. Dieser schlafähnliche Zustand kann dazu verwendet werden, um sich aus einer Situation zurückzuziehen, sich zu entspannen oder sich intensiv mit einer Thematik auseinanderzusetzen. Dabei sind willentliche Bewegungen nur noch sehr schwer auszuführen, die einzelnen Vitalfunktionen werden auf ein Minimum heruntergefahren, der Betroffene ist sich nicht gänzlich bewusst, was um ihn herum geschieht. Dabei kann die Wahrnehmung auf einen einzelnen Bereich reduziert werden.

2 Formen

Es können mehrere Tranceformen unterschieden werden:

  • spirituelle Trance (wird in vielen Religionen dazu eingesetzt um mit Gott, Geistern, spirituellen Orten etc. in Kontakt zu treten)
  • hypnotische Trance (siehe Hypnose)
  • Drogeninduzierte Trance (durch Halluzinogene, LSD, Meskalin, Psilocybin, Psilocin)
  • Schmerzinduzierte Trance (durch Verletzungen, Unfälle, Hospitalismus)
  • Traumatische Trance (bei schweren, belastenden Ereignissen)
  • Sportinduzierte Trance (z.B. beim Marathonlauf)

Neben Hypnose, Drogen und Schmerzen kann Trance auch durch sich ständig wiederholende Rhythmen, Bewegungen oder sprachliche Repetitionen ausgelöst werden. Um einen Trancezustand zu erreichen können Trommelmusik, Tanzen, Gebete, Gesänge, Lichtblitze, Konditionssportarten, Hyperventilation (holotropes Atmen) und Beschäftigungen,die eine hohe Konzentration erfordern, eingesetzt werden.

Fachgebiete: Psychiatrie, Psychologie

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