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Sinnesmodalität

von lateinisch: modus - Art, Weise

1 Definition

Als Sinnesmodalitäten werden in der Physiologie die verschiedenen Wahrnehmungsarten bezeichnet, zu denen der Mensch befähigt ist. Nach dem klassischen Modell zählen dazu die fünf zentralen Sinnesleistungen Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Fühlen.

2 Hintergrund

Die 5 klassischen Sinnesmodalitäten sind von der modernen Physiologie weiter differenziert worden. So wird das Fühlen u.a. weiter in Mechanorezeption, Thermozeption und Nozizeption unterteilt, neben das Hören der Gleichgewichtssinn gestellt.

3 Multimodalität

Im ZNS werden die verschiedenen Sinnesmodalitäten zu einer multimodalen Wahrnehmung der Umwelt integriert. Das verbessert die Orientierung des Individuums und ermöglicht es dem Gehirn, ein kohärentes Situationsmodell zu entwerfen, wenn eine Modalität unvollständige oder widersprüchliche Wahrnehmungen liefert. Die neurophysiologischen Mechanismen, mit denen das Gehirn diese Integrationsleistung erzielt, sind bislang (2018) nur unvollständig erforscht.

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