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Sekundäre Nebenniereninsuffizienz

1 Definition

Als sekundäre Nebenniereninsuffizienz bezeichnet man den Ausfall der Cortisolsekretion durch die Nebennierenrinde.

2 Ätiologie

Die sekundäre Nebennierenrindeninsuffizienz ist Folge einer verminderten Stimulation der Zona fasciculata durch eine insuffiziente ACTH- Sekretion der Hypophyse. Ursächlich ist eine

  • Hypophyseninsuffizienz oder
  • die nach Absetzen einer Glukokortikoidtherapie fortbestehende Unterdrückung der ACTH- Produktion. Zur Verhinderung dieser Behandlungskomplikation ist eine ausschleichende Absetzung von Corticoiden unerlässlich.

Aufgrund des fehlenden Stimulus kommt es auf längere Sicht zu einer Atrophie der Nebennierenrinde.

3 Klinik

Symptome der sekundären Nebenniereninsuffizienz sind:

Bei ursächlicher Hypophyseninsuffizienz sind i.d.R. weitere endokrine Störungen assoziiert.

Durch die verminderte ACTH-Produktion ist auch das melanozytenstimulierende Hormon (MSH) erniedrigt. Eine generalisierte Hyperpigmentierung der Haut wie beim Morbus Addison (kompensatorisch gesteigerte ACTH-Sekretion) besteht daher nicht. Die Haut erscheint ggf. sogar blass und pigmentlos.

4 Diagnostik

Die Diagnostik der sekundären Nebenniereninsuffizienz beruht auf der Messung der Cortisol- und ACTH- Plasmaspiegel (beide vermindert) und dem Befund des ACTH-Stimulationstests.

5 Therapie

Bei Vorliegen einer Nebennierenrindenatrophie ist die lebenslängliche Substitution von Cortisol indiziert.

Diese Seite wurde zuletzt am 26. Juni 2017 um 11:04 Uhr bearbeitet.

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