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Schmerzmodulation

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Synonym: Schmerzmodulierung

1 Definition

Unter Schmerzmodulation versteht man Veränderungen in der Schmerzwahrnehmung, die durch neuronale Prozesse des ZNS gesteuert werden. Schmerzmodulation kann Schmerzen verringern oder verstärken.

2 Hintergrund

Der genaue Ablauf der Schmerzmodulation ist Gegenstand intensiver Forschung, die überwiegend auf tierexperimentellen Beobachtungen beruht. Durch funktionell-bildgebende Verfahren wie fMRT und PET wird die Schmerzmodulation aber auch beim Menschen besser erfassbar.

Das Frontalhirn ist in der Lage, durch deszendierende antinozizeptive Bahnen die Schmerzwahrnehmung signifikant zu beeinflussen. Diese Kontrolle könnte die Wirkung von Placebos auf die Schmerzwahrnehmung erklären. Weitere wichtige Zentren der Schmerzkontrolle befinden sich im periaquäduktalen Grau des Mittelhirns und in den Raphekernen der Medulla oblongata. Von dort ziehen absteigende Bahnen als Funiculus dorsolateralis in das Rückenmark. Im Hinterhorn bilden sie Synapsen mit verschiedenen Neuronen bzw. Interneuronen und hemmen deren Entladung. Dadurch wird die Schmerzintensität reduziert.

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