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Saure Ceramidase

Synonym: N-Acylsphingosin-Deacylase
Englisch: acid ceramidase

1 Definition

Die saure Ceramidase ist ein lysosomales Enzym, das Ceramid zu Sphingosin umbaut, indem es eine Fettsäure abspaltet.

2 Biochemie

Die saure Ceramidase gehört zu den Ceramidasen, unterscheidet sich von anderen Vertretern der Enzymklasse aber durch ein pH-Optimum von 4,5. Das Enzym spaltet die Acylkette hydrolytisch ab, so dass Sphingosin entsteht. In Lysosomen findet die Reaktion vornehmlich im Rahmen des Abbaus von Sphingolipiden statt. Spingosin wird aber auch weiter durch die Sphingosinkinase zu Sphingosin-1-Phosphat phosphoryliert. Letzteres ist ein Signalmolekül und wirkt u. a. auf die Zellproliferation und Angiogenese ein.

3 Pathologie

Die saure Ceramidase wird durch das Gen ASAH1 codiert. Mutationen in diesem sind Ursache für die Farber-Lipogranulomatose und die spinale Muskelatrophie mit progressiver Myoklonusepilepsie (SMP-PME). Folge der Mutation ist eine Aktivitätmagel bzw. eine Reduktion der Ceramidaseaktivität, wodurch Ceramid in den Lysosomen akkumuliert.

4 Quellen

Fachgebiete: Biochemie, Genetik

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