Rekonditionierung
Definition
Rekonditionierung bezeichnet allgemein die Wiederherstellung funktioneller Eigenschaften eines biologischen Systems nach einer Phase der Schädigung, Inaktivität oder Funktionsminderung. Der Begriff wird in der Medizin unterschiedlichen Kontexten verwendet.
Rehabilitationsmedizin
In der Rehabilitations- und Sportmedizin beschreibt Rekonditionierung die Wiederherstellung der körperlichen Leistungsfähigkeit nach Immobilisation, längerer Krankheit oder Dekonditionierung.
Ziele sind u.a. eine Verbesserung der Muskelkraft, eine Steigerung der Ausdauer und eine Wiederherstellung von Mobilität und Koordination. Die Rekonditionierung erfolgt typischerweise durch Physiotherapie, Bewegungstraining, Kraft- und Ausdauerprogramme sowie funktionelle Übungsbehandlung.
siehe auch: Rekonditionierung (Sportmedizin)
Transplantationsmedizin
In der Transplantationsmedizin beschreibt Rekonditionierung Verfahren zur funktionellen Aufbereitung von Spenderorganen vor einer Transplantation, z.B. mittels normothermer oder hypothermer Maschinenperfusion. Ziel ist die Verbesserung der Organqualität und Reduktion ischämischer Schäden.
siehe auch: Rekonditionierung (Transplantationsmedizin)
Intensivmedizin
Bei kritisch kranken Patienten bezeichnet Rekonditionierung die schrittweise Wiederherstellung körperlicher Funktionen nach prolongierter Immobilisation, z.B. nach Langzeitbeatmung oder intensivmedizinischer Behandlung. Sie umfasst Frühmobilisation, Atemtherapie, Muskelaufbau und funktionelles Training.