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Selektive interne Radiotherapie

(Weitergeleitet von Radioembolisation)

Synonym: Radioembolisation
Englisch: selective internal radiation therapy (TARE), radioembolization, intra-arterial microbrachytherapy

1 Definition

Die selektive interne Radiotherapie, kurz SIRT, ist ein katheterbasiertes, nuklearmedizinisches Verfahren zur Behandlung von nicht operierbaren Lebertumoren, z.B. bei hepatozellulärem Karzinom oder Lebermetastasen.

2 Hintergrund

Bei der SIRT wird über die Arteria femoralis ein Katheter in die Arteria hepatica propria vogeschoben. Anschließend werden kleine Kugeln (sog. Sphären), die mit Yttrium-90 versetzt sind, in den Tumorbereich injiziert. Dieses Radionuklid wirkt als Betastrahler und sorgt für eine lokal begrenzte Zerstörung des Tumors (Brachytherapie). Des Weiteren blockieren die Kugeln die Blutzufuhr zum Tumor (Embolisation).

Gesundes Lebergewebe erhält sein Blut überwiegend aus Ästen der Vena portae, während das Tumorgewebe v.a. arteriell versorgt wird. Dies erklärt die relativ selektive Zerstörung des Tumors. Die Sphären verbleiben in der Leber, sind jedoch biokompatibel.

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