Vom 13. bis 26. Juni steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Radikalfänger

Englisch: radical quencher, radical scavenger

1 Definition

Als Radikalfänger bezeichnet man chemische Verbindungen, die reaktive Radikale abfangen und so biologisch "unschädlich" machen.

2 Arten

Es existieren verschiedene Arten von Radikalfänger, die für den Mensch essenziell sind, u.a.:

3 Klinisches Beispiel

Thiole sind gute Radikalfänger, da die resultierenden Thiylradikale vergleichsweise wenig reaktiv sind und sich zu Disulfiden rekombinieren. Bei der Strahlentherapie werden zur Zytoprotektion SH-Gruppen-haltige Substanzen eingesetzt oder auch solche, die im gesunden Gewebe ein Thiol freisetzen (z.B. Amifostin). Dabei werden für den Körper gefährliche, reaktive Radikale "entschärft", bevor diese durch unkontrollierte Reaktionen an der menschlichen DNA Mutationen auslösen können.

R1• + R2—SH → R1—H + R2 — S•

Alkylradikal (reaktiv) + Thiol → Thiylradikal (wenig reaktiv)

4 Literatur

  • "Chemie für Mediziner" - A. Zeeck et. al., Urban & Fischer-Verlag, 7. Auflage

Diese Seite wurde zuletzt am 29. September 2014 um 20:39 Uhr bearbeitet.

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