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Röntgenaufnahme nach Schüller

1 Definition

Die Röntgenaufnahme nach Schüller ist eine Röntgenaufnahme des Schädels, die mit einem um 30° aus der Horizontalen nach oben gekippten Zentralstrahl angefertigt wird.

2 Anwendungsgebiete

Die Röntgenaufnahme nach Schüller wird vor allem bei Felsenbeinlängsfraktur und vor chirurgischen Eingriffen am Ohr erstellt, da mit dieser Technik das pneumatisierte Mastoid, also die belüfteten Knochenhohlräume hinter dem Antrum mastoideum, sowie das Antrum mastoideum selbst - ein mit Schleimhaut ausgekleideter Raum zwischen Paukenhöhle und Mastoid - gut beurteilbar sind.

Zudem gibt die Aufnahme Informationen über den Verlauf des Sinus sigmoideus und zeigt die Zellsepten, das Dach der Paukenhöhle und das Kiefergelenk.

Weitere Fragestellungen sind der Pneumatisationsgrad des Mastoids, Anzeichen eines Cholesteatoms oder einer Mittelohrentzündung.

3 Technik

Das abzubildende Ohr liegt röntgenplattennah, der Zentralstrahl ist um 20-30° gegenüber der Horizontalen angehoben. Auf dieser Weise werden der äußere und innere Gehörgang übereinander projiziert und man verhindert Artefakte durch das kontralaterale Felsenbein.

Diese Seite wurde zuletzt am 24. Oktober 2012 um 18:37 Uhr bearbeitet.

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