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Puppenkopfphänomen

Synonym: Puppenaugenphänomen

1 Definition

Als Puppenkopfphänomen bezeichnet man in der Neurologie das Bewegen der Augen zur Gegenseite bei passiver Bewegung des Kopfes.

2 Nomenklatur

Der Begriff "Puppenaugenphänomen" wird überwiegend synonym zu "Puppenkopfphänomen" verwendet. In der Neonatologie hat er jedoch teilweise eine andere Bedeutung.

siehe: Puppenaugenphänomen

3 Physiologie

Das Puppenkopfphänomen ist ein physiologischer Vorgang, dem der vestibulookuläre Reflex (VOR) zugrunde liegt. Dieser Hirnstammreflex dient der Blickstabilisierung. Er löst Augenbewegungen aus, wenn bei der Blickfixierung eines Objekts der Kopf schnell in horizontaler oder vertikaler Richtung bewegt wird. Die adäquate Reflexantwort ist die Rotation der Augen entgegen der Bewegungsrichtung des Kopfes.

4 Klinik

Das Puppenkopfphänomen ermöglicht die Einschätzung der Tiefe einer Bewusstseinsstörungstörung und kommt auch bei der Hirntoddiagnostik zum Einsatz. Bei bewusstlosen Patienten ist das Puppenkopfphänomen auslösbar, tritt aber verzögert ein. Bei hirntoten Patienten kann das Puppenkopfphänomen nicht mehr ausgelöst werden - die Augen bleiben in ihrer Ausgangsstellung, der Blick dreht sich mit dem Kopf mit.

Diese Seite wurde zuletzt am 27. Oktober 2017 um 22:02 Uhr bearbeitet.

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