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Puppenaugenphänomen

1 Definition

Als Puppenaugenphänomen bezeichnet man in der Neonatologie eine Störung des vestibulo-okulären Reflexes (VOR). Die Augen bewegen sich starr gemeinsam mit dem Kopf - das normale "Gegensteuern" der Augen bei passiver Kopfdrehung tritt nicht auf.

Das Puppenaugenphänomen ist nur bis zum 10. Lebenstag normal - tritt es danach auf, kann es das Zeichen einer Hirnschädigung sein.

2 Nomenklatur

In der Neurologie wird der Begriff "Puppenaugenphänomen" als Synonym für das "Puppenkopfphänomen" verwendet und bezeichnet hier genau das Gegenteil - nämlich das gegenläufige Bewegen der Augen zur Bewegung des Kopfes, also den physiologischen VOR.

Fachgebiete: Kinderheilkunde

Da scheint mir eher eine der üblichen Begriffsunklarheiten vorzuliegen. In der Literatur werden die Begriffe "Puppenaugenphänomen" und "Puppenkopfphänomen" teilweise mit unterschiedlichen Bedeutungen belegt, teilweise auch synonym verwendet. Das geht munter durcheinander. Einfach mal googeln, dann sehen sie das Disaster. Der Artikel schildert das Puppenaugenphänomen wie es in der Neonatologie verwendet wurde und teilweise auch noch wird. Ich versuch das jetzt mal aufzuräumen.
#3 am 27.10.2017 von Dr. Frank Antwerpes (Arzt)
Dieser Artikel ist fachlich FALSCH. Wie der aktuellen Fachliteratur zu entnehmen ist (vgl. z.B. Neurologie compact) beschreibt das Puppenaugen- oder Puppenkofphänomen das Gegenbewegen der Augen bei (passiver) Bewegung des Kopfes. So, also ob man auf einen Punkt fixiert. Die entspricht einer enthemmten Darstellung des PHYSIOLOGISCHEN VOR.
#2 am 16.10.2017 von Roland Koland (Arzt)
Das Puppenaugenphänomen ist nach Prof. Dr. Vaclav Vojta bis Ende der 4. Lebenswoche physiologisch, es ist aber nicht die Störung oder der Ausfall des VOR, sondern das Nachfolgen der Augäpfel der passiven Kopfbewegung.
#1 am 09.07.2016 von Kerstin Steinhausen (Physiotherapeut)

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