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Pleurametastase

1 Definition

Unter dem Begriff Pleurametastase versteht man eine Metastasierung in die Pleura.

siehe auch: Pleurakarzinose

2 Epidemiologie

Eine Pleurametastase ist die häufigste Ursache eines in der Regel exsudativen Pleuraergusses.

3 Ätiopathogenese

In absteigender Reihenfolge metastasieren Bronchialcarcinome, Mammacarcinome, maligne Lymphome, Ovarialcarcinome und Magencarcinome in die Pleura.

Bei viszeralen Pleurametastasen erfolgt entweder eine Ausbreitung per continuitatem über das Interstitium der Lunge oder eine Ausbreitung über die Pulmonalarterien. Viszerale Pleurametastasen können auf das parietale Blatt der Pleura übergreifen.

Weiterhin ist eine lymphogene oder hämatogene Metastasierung aus subdiaphragmalen Tumoren möglich.

Der in der Regel gleichzeitig vorhandene Pleuraerguss kann auf entzündlichen und destruktiven Mechanismen beruhen. Es ist ebenfalls möglich, dass der Abfluss aus der parietalen Pleura durch einen Befall der mediastinalen Lymphknoten gestört ist.

4 Pathophysiologie

Je nach Ausprägung des Pleuraergusses ist die Entstehung einer restriktiven Ventilationsstörung und einer Gasaustauschstörung möglich.

5 Klinik

Viele Patienten klagen über eine Dyspnoe bei Belastung, seltener über eine Ruhedyspnoe. Häufig kommt ein unproduktiver Husten hinzu. Schmerzen im Bereich der Pleura werden eher selten angegeben, jeder vierte Patient hat keinerlei Beschwerden.

Hinzu kommen Symptome, die vom Primärtumor verursacht werden, sowie häufig Gewichtsverlust, Müdigkeit und Abgeschlagenheit.

6 Diagnostik

Grundlegend sind Anamnese und klinische Untersuchung, bei der sich eine Klopfschalldämpfung und ein abgeschwächtes Atemgeräusch über dem Erguss feststellen lassen.

Weiterhin sollten eine sonographische Untersuchung und die Anfertigung eines Röntgen-Thorax erfolgen. In der Regel wird eine Pleurapunktion durchgeführt und das Punktat untersucht. In fast allen Fällen kann nach einer Thorakoskopie die Diagnose endgültig gestellt werden.

7 Therapie

Ein Pleuraerguss kann ggf. durch eine Pleurapunktion entlastet werden. Häufig erfolgt eine systemische Chemotherapie.

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