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Phytoöstrogen

Synonym: Phyto-SERM (Selektiver Öströgenrezeptormodulator)

1 Definition

Die Phytoöstrogene sind sekundäre Pflanzenstoffe, die strukturell den Östrogenen ähneln und daher an die gleichen Rezeptoren binden können.

2 Einteilung und Vorkommen

Die Phytoöstrogene werden in drei Gruppen eingeteilt:

  • Isoflavone: Soja, Bohnen, Obst, Gemüse
  • Lignane: Beeren, Vollkorngetreide, Leinsamen
  • Coumestane: Alphasprossen, Rotklee

3 Medizinische Bedeutung

Da Phytoöstrogene an Östrogenrezeptoren binden, wirken sie endokrin aber schwächer als Östrogene. Auf Grund ihrer schwächeren Wirkung gibt es auch weniger Nebenwirkungen in der Hormontherapie. Phytoöstrogene mildern klimakterische Beschwerden und senken das Osteoporose-Risiko. Sie gelten auch als Ursache für die Gynäkomastie bei häufigem Biergenuss, da sie auch in der Hefe enthalten sind. Es gibt noch viele weitere Wirkungen, die aber noch nicht in Gänze bewiesen sind. So sollen Phytoöstrogene zum Beispiel das Risiko senken, an Brustkrebs zu erkranken

Fachgebiete: Biochemie

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