Oberflächenanästhetikum
Definition
Oberflächenanästhetika sind Lokalanästhetika, die zur topischen Anästhesie der Haut oder Schleimhaut angewendet werden. Sie dienen der kurzfristigen Ausschaltung der Schmerzwahrnehmung vor diagnostischen oder kleineren therapeutischen Eingriffen. Dieser medizinische Vorgang wird als Oberflächenanästhesie bezeichnet.
Wirkmechanismus
Oberflächenanästhetika blockieren spannungsabhängige Natriumkanäle (NaV) in peripheren Nervenfasern. Dadurch wird die Entstehung und Weiterleitung von Aktionspotenzialen gehemmt.
Indikationen
Typische Indikationen sind kleinere Eingriffe an Schleimhäuten oder Körperoberfläche in der Ophthalmologie, HNO-Heilkunde und Zahnmedizin.
Wirkstoffe
Typische Oberflächenanästhetika sind:
Nebenwirkungen
Mögliche Nebenwirkungen sind lokale Reizungen, allergische Reaktionen sowie bei Überdosierung systemische toxische Effekte. Bei längerer Anwendung am Auge kann es zu Hornhautschäden kommen.