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Nuclei cochleares

Synonym: Schneckenkerne, Kochleariskerne
Englisch: cochlear nuclei

1 Definition

Die Nuclei cochleares sind Ansammlungen von Nervenzellkörpern ("Kerngebiet") an der dorsolateralen Seite des Hirnstamms und der Medulla oblongata, die die erste Verschaltungsstation der Hörbahn darstellen. Hier kreuzt ein Großteil der Fasern auf die gegenüberliegende Seite.

2 Neuroanatomie

Die Afferenzen (Neuronen 1. Ordnung) verlaufen im Nervus cochlearis (Teil des Nervus vestibulocochlearis), der Hörinformationen des Corti-Organs aus dem Innenohr zum Gehirn leitet. Die Efferenzen (Neuronen 2. Ordnung) verlaufen nach medial, wo sie kontralateral und ebenso ipsilateral im Corpus trapezoideum und dem Nucleus olivaris superior enden. Von hier bilden Neuronen 3. Ordnung den Lemniscus lateralis.

Man unterscheidet zwei Schneckenkerne, die sich am Boden der Rautengrube von der Medulla oblongata bis zum Pons erstrecken:

Vom Nucleus cochlearis anterior mit der indirekte Teil der Hörbahn seinen Ausgang, vom Nucleus cochlearis posterior der direkte Teil.

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Fachgebiete: Zentralnervensystem

Diese Seite wurde zuletzt am 9. Januar 2019 um 13:36 Uhr bearbeitet.

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