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Neugeborenenlisteriose

1 Definition

Als Neugeborenenlisteriose bezeichnet man eine bakterielle Infektion des Neugeborenen mit Listeria monocytogenes (Listeriose).

2 Formen

In Abhängigkeit des Erkrankungszeitpunktes unterscheidet man

  • eine innerhalb der 1. Woche auftretende Frühform (early-onset), der eine transplazentarer Infektion (Ausprägung, siehe Granulomatosis infantiseptica) innerhalb der letzten Schwangerschaftswochen zu Grunde liegt von
  • einer Spätform (late-onset): Diese beruht zumeist auf einer Infektion unter der Geburt und tritt typischerweise ab der 2. Woche auf. Klinisch besteht eine Meningoenzephalitis mit hohem Fieber, Krämpfen, Bewusstseinsstörungen und/oder neurologischer Ausfallssymptomatik.

3 Diagnostik

Der Nachweis erfolgt durch Kulturnanzucht des Erregers aus Blut, Mekonium und Liquor (early-onset), bei der Spätform ausschl. aus Liquor.

4 Therapie

Die Behandlung des Kindes erfolgt durch Aminopenicilline (Ampicillin), ggf. in Kombination mit einem Aminoglykosid (z.B. Gentamicin). Prinzipiell gilt die intensivmedizinische Überwachung mit Beatmungsbereitschaft.

5 Prophylaxe

Zur Verhinderung einer Listeriose des ungeborenen Kindes sollte während der Schwangerschaft auf potentiell kontaminierte Lebensmittel wie

  • rohes Fleisch und Wurstprodukte
  • Weichkäse
  • Rohmilch(produkte), sowie
  • Meeresfrüchte

verzichtet werden. Gemüse sollte vor dem Verzehr gekocht werden.

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